Heute ist ein schöner, sonniger Frühlingstag. Draußen fahren ein paar Autos, Handwerker sind bei Nachbars, Kinderlachen ist zu hören. Wir verteilen uns auf Haus und Garten, um unseren verschiedenen Beschäftigungen nachzugehen. Die Blätter an den Bäumen fangen an zu sprießen. Eigentlich alles ganz normal…

Gestern haben wir gehört, dass die Ausgangsbeschränkungen bei uns in Bayern noch ein bisschen strenger bleiben als anderswo. Ist in Ordnung – so lange die Sonne scheint und ich genügend Platz habe. Wie das für andere sein mag, die in einer (wahrscheinlich zu) kleinen Wohnung in der Stadt sind – womöglich noch ohne Balkon oder Garten vor der Haustür? Ich mag es mir gar nicht vorstellen…

Mittlerweile frage ich mich, welche Art von Mund-Nasen-Bedeckung ich nähen soll: eine mit Falten oder lieber eine ohne? Welcher Stoff ist geeignet? Ist der bei 60 Grad waschbar? Mit Gummizug oder mit Draht verstärkt? Wo bekomme ich das her? – Sind das die Gedanken, die mittlerweile „normal“ sind?

Aber was ist schon „normal“? Eigentlich mag ich nichts im Gesicht haben und auch nichts nähen! Ich möchte meine Eltern und Freund*innen besuchen können, wenn ich Zeit habe! Ich mag mit anderen zusammen im Garten grillen, unterhalten, lachen und mich am warmen Wetter freuen!

Und doch weiß ich: es ist gut, Abstand zu halten, Abstinenz zu üben, Geduld zu haben – die Gesellschaft braucht das und mich selbst „kostet“ es – zumindest bisher – noch wenig. Was sind schon ein paar Wochen Zurückhaltung, wenn dadurch viel gewonnen werden kann!

One Comment

  1. Maria Hollering-Hamers 22. April 2020 at 13:35

    Prima, Regina! So sehe ich das auch und es geht mir auch nicht schlecht dabei.Einfach mal eine ruhigere Lebensphase….das kann auch gut tun!!

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