Kürzlich habe ich an einem eintägigen Online-Seminar der Akademie der Bayerischen Presse teilgenommen. Wir waren eine überschaubare Gruppe von drei Teilnehmerinnen. In der Vorstellungsrunde erzählte jede von uns, in welchem Bereich sie tätig ist und für welche Organisation sie arbeitet.

Nach der Vorstellungsrunde bemerkte eine Teilnehmerin, dass sie bisher geglaubt habe, die Mitglieder des Frauenbundes würden nur beim Pfarrfest Kartoffeln schälen. Sie sei sehr erstaunt, dass der Frauenbund so politisch und vielfältig sei.

Natürlich helfen unsere Frauen beim Pfarrfest, aber sie organisieren auch eigenständig Gottesdienste, wie zum Beispiel Anfang März den nächsten Weltgebetstagsgottesdienst, dessen Liturgie von den Cook-Inseln stammt.

Außerdem nähen Frauenbundfrauen jedes Jahr zehntausende Herzkissen für Brustkrebspatientinnen, engagieren sich in der Trauerbegleitung und im Kranken- und Altenbesuchsdienst. Im Frauenbund gibt es zahlreiche Eltern-Kind-Gruppen und nicht wenige Zweigvereine, die ein attraktives Ferienprogramm für Kinder auf die Beine stellen. Nicht zu vergessen die unzähligen KDFB-Basare, bei denen Geld für karitative Zwecke und Frauen in Not gesammelt wird. Frauensolidarität wird im KDFB groß geschrieben.

Unsere Mitglieder mischen sich auch politisch ein. Sie gehen – wie 2024 – für den Erhalt unserer Demokratie und gegen rechtsextreme Strömungen auf die Straße. Am Equal Pay Day setzen sie sich Jahr für Jahr an Infoständen für die gleiche Bezahlung von Männern und Frauen ein. Am Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen machen sie auf das Thema häusliche Gewalt aufmerksam.

Im Vorfeld von Wahlen wie der Bundestagswahl am 23. Februar formuliert der Katholische Deutsche Frauenbund regelmäßig konkrete Forderungen an die Politik.

All das zeigt: Der KDFB ist kein Kuchenback- oder Kartoffelschälverein, sondern ein Verband, der sich seit über 120 Jahren beharrlich für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche, Gesellschaft und Politik einsetzt.
Nach dieser Fortbildung war ich sehr dankbar, dass ich das – wenn auch nur im kleinen Kreis – klarstellen konnte.

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