
Es ist traumhaftes Wetter bei uns, nach den Hausaufgaben gehen die Kinder raus. Die Große joggt, der Kleine nimmt sein Rad und fährt ganz alleine einfach los. 17,5 Kilometer! Vor wenigen Tagen hat er sich erst einen Tacho gekauft. Er kommt ganz stolz zurück! Ein bisschen mulmig war es mir, er hat kein Handy, ich wusste nicht, wo er unterwegs ist. Aber alles ging gut. Und dann steht um 16 Uhr plötzlich mein Lebensgefährte und Ersatz-Papa für die Kids vor der Tür. Eigentlich wohnt er bei uns. Aber als Klinik-Arzt eben nur eigentlich. Und in diesen Tagen ist es noch weniger eigentlich. Das letzte Mal haben wir ihn vor vier Tagen gesehen. Er ist ziemlich müde und braucht Pause. Die freien Tage sind ohnehin rar, Corona kommt nun einfach noch oben drauf. Jedenfalls freut sich mein Sohn riesig, als er da ist. Die Kinder gehen mit ihm auf den geteerten Platz nebenan, es ist Firmengelände der Telekom, aber oft ist niemand da. Sie spielen fast zwei Stunden Handball. Und dann kommt für den Kleinen das Schönste an diesem Tag: vergangenen Winter hatten die zwei Männer begonnen, die Reihe der James-Bond-Film anzuschauen – heute ist endlich mal wieder Zeit für den nächsten Film, bei Nummer 7 sind sie angelangt „Diamantenfieber“. Natürlich mit Chips und M&Ms. Er findet es im Übrigen cool, dass die Premiere des neuen James Bond wegen Corona auf Herbst verschoben ist, da ist er dann nämlich schon 12 und darf ins Kino!
Und ich habe endlich Zeit, fürs Büro zu arbeiten, unseren monatlichen Newsletter zum Thema Künstliche Intelligenz und Medienethik in Ruhe auf den Weg zu bringen. Für Recherche und Formulierung brauche ich fünf Stunden, um 22 Uhr stoße ich den Versand an, morgen früh um 4 Uhr hat er alle 600 Abonnenten erreicht.
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Alle Beiträge ansehenJournalistin, Patchwork-Mama und Öffentlichkeitsreferentin beim KDFB Rottenburg-Stuttgart - In der Corona-Zeit bin ich über Nacht wieder zur Vollzeit-Mama geworden und versuche Haushalt, Homeoffice und Hausaufgaben zu managen. Zwischendurch gibt’s Unterstützung durch meinem Partner - als Mediziner ist seine Anwesenheit in diesen Tagen aber noch ein bisschen unplanbarer als zuvor. Das, was mich bewegt in dieser neuen Zeit, möchte ich teilen; denn teilen heißt: sich näherkommen, einander begegnen. Das braucht es in diesen Tagen vielleicht mehr denn je.
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