
Neulich fragte mich meine Schwester, ob es denn mit dem Urlaub am Bodensee klappt. Ich war erstaunt, wie sie davon weiß. „Ich lese euren Blog!“, meinte sie lachend. Ach ja, natürlich… Eine liebe Kollegin mailte mir vor einigen Tagen, sie hätten nun auch einen Fahrradträger fürs Auto, damit sie Radtouren unternehmen können. Ich hätte ja im Blog darüber berichtet. Eine Freundin verriet mir, dass sie den Blog jeden Abend vor dem Schlafengehen liest. Auch das eine überraschende Rückmeldung.
So erfahre ich immer wieder, wer alles unseren Blog mitverfolgt. Es ist ein für mich neues Gefühl, dass ich private Unternehmungen, persönliche Gedanken und Erlebnisse ins Netz stelle. Ich hab´s sonst nicht so mit den neuen Medien und mit dem Teilen von jedem Atemzug, den ich mache. Nun lesen bekannte und unbekannte Menschen, verteilt in ganz Deutschland, was ich schreibe.
Auch wenn das gelegentlich komisch ist, bin ich enorm stolz, dass wir den Blog auf den Weg gebracht haben. Von Anfang an gab es in uns so ein Grundgefühl, dass es sich in dieser seltsam-schwierigen Corona-Zeit lohnt, die Entwicklungen bewusst wahrzunehmen, Gefühle und Gedanken festzuhalten, und vor allem: eine Verbundenheit untereinander zu schaffen. Dazu ist dieser Blog entstanden. Die vielfältigen Reaktionen und Rückmeldungen zeigen uns, dass das gelingt: Frauen (und Männer) lesen die Blogeinträge und freuen sich daran. Verfolgen den inneren Weg der Autorinnen mit, legen ihre eigenen Gedanken dazu und schöpfen daraus Kraft, Trost, Humor oder neue Hoffnung. Eine Leserin, der die Corona-Zeit psychisch zu schaffen macht, hat das auf sehr berührende Weise formuliert: „… mir tun Ihre hoffnungsvollen Zeilen gut. Ich borge mir sozusagen Ihre Hoffnung, bis meine eigene mir wieder zur Verfügung steht. Danke.“ Der Blog lässt spüren, dass wir in dieser Zeit nicht alleine sind.
Viele Themen sind inzwischen zusammengekommen: Schilderungen über die familiäre Situation, Sorgen und Fragen, Entwicklungen in der Kirche, Hoffnungszeichen, kreative Ideen dieser Zeit… In den sechs Wochen seit Anfang April sind tatsächlich über 75 Beiträge und mehr als 100 Kommentare entstanden. Wahnsinn!
Im Hintergrund arbeiten wir im Redaktionsteam weiter und überlegen, wie sich der Blog entwickeln kann. Seit heute sehen Sie, was wir verändert haben: Es gibt nun Themen (Schlagworte/Tags), denen wir die Beiträge zuordnen. So können Sie sich leichter zurechtfinden, wenn Sie nach einer bestimmten Thematik suchen. Außerdem ist der neue Gast-Blog eröffnet. Das bedeutet, dass auch Sie eingeladen sind, einen Beitrag zu schreiben. Was beschäftigt Sie? Von welchen besonderen Erlebnissen können Sie berichten? Welche Erfahrungen machen Sie in der Corona-Zeit? Schicken Sie uns Ihren Text! Wie das geht, finden Sie hier.
Am Ende dieses Beitrags ist es Zeit, einmal danke zu sagen: allen, die mitwirken, dass dieser Blog lebendig bleibt, und natürlich vor allem Ihnen, die Sie (täglich) lesen, was wir schreiben – herzlichen Dank dafür!
Claudia Schmidt
auch im Namen der anderen Mitglieder des Redaktionsteams #frauenbundblog
Manuela Pfann
Hannah Ratermann
Dorothee Sandherr-Klemp
Alle Beiträge ansehenIch teile meine Gedanken in diesem Blog, weil ich es kostbar finde einander Anteil zu geben an dem, was uns bewegt, was uns Angst macht und Sorge, was uns froh sein lässt und bestärkt - als Frauen des Frauenbundes, unserer Kirche, unserer Gesellschaft, dieser Welt.
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