
Wir haben den Garten winterfest gemacht. Haben manches, was über den Sommer voller Lust gewachsen ist, zurückgeschnitten, haben anderes abgedeckt, um es zu schützen. Freuen uns an der herbstlichen Sonne, die heute nochmals scheint, und wissen, dass es bald richtig kalt werden wird.
Heute Abend werden wir ein Halloween-Feuer in der Feuerschale entzünden. Vielleicht reicht es vorher noch, den Kürbis auszuhöhlen. Dazu muss ich gestehen: Ich bin keine Freundin der Halloween-Bräuche. Aber in anderen Jahren ist unser Sohn in den Herbstferien immer bei einer Familien-Freizeit, auf der alle Kinder und Jugendlichen gruselig angemalt von Haus zu Haus ziehen und sich Süßigkeiten ergattern. Doch in diesem Jahr -oh Wunder!- fällt die Freizeit für ihn aus. Daher lege ich alle meine inneren Vorbehalte zur Seite und finde, ein bisschen Gruselzauber im Garten ist besser, als Trübsinn zu blasen.
Morgen, an Allerheiligen, ist auch alles anders als sonst. Am Ort unserer Familiengräber gibt es eine Viertelstunden-Andacht auf dem Friedhof. Mehr geht anscheinend nicht. Ich vermute, wir bringen auf die Friedhöfe in diesem Jahr nicht nur unsere Trauer über die Toten, sondern auch die Wehmut über alle Abschiede, die wir gerade im übertragenen Sinn erleben. Wir müssen so viel Gewohntes und Geliebtes loslassen und haben das Gefühl, dass uns alles zwischen den Fingern zerrinnt. Ich nehme mir vor, diese Verlusterfahrungen mit in den Gottesdienst zu tragen.
Ab Montag dann ist Lock-down-light. Was immer das heißt. Wie lange immer das geht. Ich füge mich in die neuen Festlegungen und willige innerlich ein, dass sie sein müssen. In der Hoffnung, dass es uns das Weihnachtsfest rettet.
In der Zwischenzeit übe ich Mut und Geduld – heute Abend bei Feuer, Punsch und Kürbislicht.
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